Am Sonntag wurde ein neues Kapital in der bald 100 jährigen Geschichte des Postsportvereins geöffnet. Die Basketballer durften in der Sporthalle der Berufsbildenden Schule Mainz erstmals vor ihren heimischen Fans in der A-Klasse Rheinhessen antreten.

Während die Gastgeber mit einem umkämpften Sieg in Oppenheim in die Saison gestartet waren, kamen die Gäste aus Heidesheim mit einer Auftaktniederlage im Gepäck. Zu Beginn war beiden Teams eine gewisse Nervosität anzumerken, aber mit dem ersten Korb von Alexander Kehr, der einen 3-Punkte-Wurf verwandelte, nahm die Partie langsam Fahrt auf. Beide Mannschaften gingen ein hohes Tempo, was allerdings auch zu vielen Ballverlusten und schlechten Würfen führte. So blieb der Score niedrig und keiner konnte sich absetzen. Erst die beiden sicher vollendeten Freiwürfe von Arne Struß beim Spielstand von 5:5 waren die Initialzündung für einen 15:7-Run des Heimteams.

Die 40 Zuschauer*innen hofften auf eine Fortsetzung dieser starken Leistung im 2. Viertel. Leider konnten die Jungs aus der Mainzer Neustadt diese Erwartungen nicht erfüllen. Unkonzentriertheiten in der Defense sorgten für insgesamt 7 Fouls und Heidesheim hatte dementsprechend häufig die Chance, einfache Punkte durch Freiwürfe zu erzielen. Glücklicherweise drehten die beiden Spielertrainer, Jan Ruchartz und David Wohlfart, in dieser Phase so richtig auf und markierten jeweils 7 Punkte. Damit sicherten sie zur Halbzeitpause einen 9-Punkte Vorsprung.

In der Pause wurden dann offenkundig die richtigen Worte gefunden, denn die gastgebende Fünf zeigte ihre bisher beste Leistung innerhalb eines Spielabschnittes. Mit einem 20:3-Lauf wurde den rheinhessischen Nachbarn der Zahn gezogen. Die PostSVler überrannten ihre Gegenspieler ein ums andere Mal und hätten sogar noch deutlich mehr Körbe erzielen können.

 

Im letzten Viertel ließen die Mainzer es dann vermeintlich wieder etwas ruhiger angehen. Man könnte allerdings auch sagen, dass bei dem Ein oder Anderen das Streetballer Gen verstärkt zum Tragen kam. Zahlreiche wilde Aktionen in der Offense verhinderten einen deutlich höheren Sieg als das am Ende zu Buche stehende 76:50.

Vor den Augen von PostSV Verienspräsident Ansgar Helm-Becker, Hartenberg Ortsvorsteherin Christin Sauer und Stadtratsmitglied David Dietz war dies über weite Strecken eine mehr als gelungene Premiere und sollte dafür gesorgt haben, dass beim nächsten Heimspiel gegen den vermutlich deutlich stärkeren VfL Bad Kreuznach alle Fans wieder in die Halle strömen. Immerhin ist bis dahin etwas Zeit. Das Spiel findet erst nach den Ferien am 25. Oktober 2026, um 17 Uhr, dann jedoch in der Sporthalle Weserstraße in Mainz-Gonsenheim statt.

Ergebnis: 76:50 (20:12; 38:29; 58:34)
Spieler: Alexander Kehr (9 Punkte / 1 Dreier); David Wohlfart (21/2); Wolf Gleißner (2/0); Tobias Kirsten (3/1); Arne Struß (14/0); Elvis Fekaj (0); Serge Emile Cezanne (10/0), Jan Ruchatz (17/2)